VOL. 10, SERIES A

Vol. 10. Ernst Loeb. Fußnoten sind wir. Gedichte. 1986. 60 pages. ISBN 0-921415-18-4. $4.50 (plus shipping).
 
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Vorwort auf Deutsch
From the preface by the Anthony W Riley:

"Fußnoten sind wir ... (We are footnotes ...) is the title of this volume, taken from the first line of the poem 'Professorenklage', and certainly the vast majority of us -- whether professors, politicians, princes of the church, creative artists or businessmen -- would be happy if we were able to achieve 'footnote status' after our lives on earth. Yet even this status, as the last quatrain tells us, often turns out to be illusory, the unwanted 'fame' of being contradicted or discredited by our successors. The kind of mood conjured up by this particular poem is not, however, of despair or mal du siecle: rather it is the poetic expression of a man who is a realist and at the same time an idealist (this, I believe, is the fount of all humorous writing), and the crackling tension between the two opposite poles reflects the sadness and happiness, the joys and miseries, the heights and depths to which mankind can rise and fall. Yet ... Ernst Loeb is always on the side of the angels. For him there is always hope for us and the earth we inhabit, and whether this be realized by Faustian striving or by an almost mystical quest for spiritual truths is in the end unimportant. What is important to Ernst Loeb (to reduce the complex matter to a basic concept) is agape or caritas, that brotherly love that suffuses the religious and political ideas and ideals to which Ernst Loeb subscribes. ... his poetry is a very direct reflection of its author. Sometimes the poems appear to contradict each other; in fact, they are facets of the two souls ask if us bear within our breasts. Ernst Loeb displays extraordinary talent in combining tolerance and reconciliation with humour, even when some of the topics he deals with in his poetry almost cry out for the opposite of these admirable qualities. As he writes in the last poem of his collection, 'Hoffen darf die Erde (1985), he has given up neither his dreams about, nor his fears for this earth of ours. What we must do, he implies, is to piece together -- at least within ourselves -- the broken shards of our world ..."
 

"Fußnoten sind wir... ist der Titel diese Bandes, der der ersten Zeile des Gedichts 'Professorenklage' entnommen wurde, und gewiß könnten die meisten von uns -- ob Professoren, Politiker, Kirchenfürsten, schöpferische Künstler oder Geschäftsleute -- glücklich sein, wenn es uns beschieden wäre, nach unserem Erdenleben einen solchen 'Fußnotenstatus' zu erlangen. Aber wie es in der letzten Strophe heißt, erweist sich selbst dieser Status oft als Seifenblase eines unerbetenen 'Ruhmes', wenn wir nämlich auf den Widerspruch der Nachgeborenen stoßen oder von ihnen widerlegt werden. Die Stimmung dieses Gedichts ist jecdoch weder Verzweiflung, noch wird so etwas wie mal du siecle heraufbeschworen: Es ist vielmehr das poetische Fazit eines Mannes, der Realist und gleichzeitig Idealist ist (darin liegt wohl der Quell aller humoristischen Schriftstellerei), und die knisternde Spannung zwischen den beiden Polen spiegelt Trauer und Glücksempfindung, Freude und Leid, die Höhen und Tiefen wider, zu denen wir Menschen fallen oder aufsteigen können. Aber ... Ernst Loeb steht immer auf der Seite der Engel ... Für ihn bleibt immer noch Hoffnung für uns und die Erde, die wir bewohnen, und ob dies in Faustischem Streben oder in einer fast mystischen Fragestellung nach spirituellen Wahrheiten begründet ist, ist letzthin unwichtig. Will man ein komplexes Anliegen auf eine einfache Formel bringen, so ist ihm ein anderes wichtig: Agape oder Caritas, die brüderliche Liebe, die seine religiösen und politischen Ideen und Ideale durchdringt. Kennt man Ernst Loeb ..., dann weiß man, wie sehr sein Werk unmittelbar Ausdruck seiner Persönlichkeit ist. Manchmal scheinen die Gedichte einander zu widersprechen; in der Tat zeigen sich auch hier die zwei Seelen, die wir alle in unserer Brust tragen. Ernst Loeb zeigt ungewöhnliches Talent in der Verbindung von Toleranz und Versöhnlichkeit mit Humor, selbst wenn einige der behandelten Themen oft nach dem Gegenteil dieser bewundernswerten Eigenschaften verlangen. Wie er in dem letzten Gedicht seiner Sammlung 'Hoffen darf die Erde ' (1985) schreibt, hat er weder seine Träume noch seine Befürchtungen für unsere Erde aufgegeben. Es gilt, wie er sagt, zumindest und zunächst im eigenen Leben die Scherben unserer Welt wieder zusammenzufügen ..."
 
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Preface in English